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Vielen Dank an Anna Weyers für die tollen Bilder


Die Herkunft des Longiertrainings ist unbekannt, heute gibt es dazu mehrere Theorien: Möglicherweise stammt es aus dem Pferdetraining, wo beim Longieren das Pferd vom Menschen an einen langen Zügel im Kreis geführt wird. Alternativ ist eine Herkunft aus dem Hütetraining denkbar. Hier werden die Schafe bei Beginn der Ausbildung rund eingepfercht und er Hund lernt, diesen Pferch zu umkreisen.

 

Das Longieren erfolgt an einen abgesteckten Kreis, dessen Durchmesser je nach Größe des Hundes etwa 10 bis 30 Meter beträgt. Der Hundeführer bewegt sich im Inneren des Kreises, der Anfängerhund wird an einer Leine geführt. Im Verlauf des Trainings lernt der Hund, sich ausschließlich außerhalb des Kreises zu bewegen und dabei auf die – in erster Linie körpersprachlich gegebenen – Signale des Hundeführers zu achten. Zum Aufbau dieses Verhaltens existieren verschiedene Ansätz. Bei allen Formen des Trainingsaufbaus wird Wert darauf gelegt, dass der Hund agiert und für richtiges Verhalten bestätigt wird (→ Konditionierung). In Erwartung der Bestätigung beginnt der Hund den Hundeführer genau zu beobachten. Er muss herausfinden, welches Verhalten für die Bestätigung nötig ist und wird nicht gelockt.

 

Der Hundeführer begibt sich mit fortschreitendem Training immer näher zum Kreiszentrum. Ziel des Trainings ist es, dass der Hund lernt, auch auf Distanz auf Signale des Menschen zu achten und entsprechend zu reagieren.

 

In fortgeschrittenen Trainingsphasen werden Kommandos eingebaut, wird die Leine weggelassen, sogar der sichtbare Kreis wird abgebaut (Freies Longieren). Auch die Arbeit an zwei oder mehreren Longierkreisen ist verbreitet. Wir trainieren teilweise mit bis zu 6 Kreisen!! Später werden-können je nach Bedarf Hürden, Tunnel,..... mit eingebaut werden. Die Möglichkeiten beim Longieren scheinen unausschöpflich zu sein - der Phantasie und Einfallsreichtum des menschen werden hier keine Grenzen gestzt.  Es existieren auch sportliche Wettbewerbe.

 

Longiertraining fordert und fördert eine hohe Konzentration bei Hund und Hundeführer und schult diese. Beide lernen ihre Aktionen zu koordinieren und wechselseitig ihre Körpersprache zu beobachten und darauf zu reagieren. Auf diese Weise hat das Longiertraining eine hohe motivierende Wirkung, verbessert die Distanzarbeit und die Bindung. Longiertraining stellt besonders für den Hund neben der geistigen auch eine körperliche Auslastung dar.

 

Das Mindestalter des Hundes sollte 12 Monate betragen.